Dieter Mittelsten Scheid

Dieter Mittelsten Scheid

Wenn ich nicht an Definitionen glaube, wie soll ich mich selbst definieren?

Einfach da sein, von Tag zu Tag, von Atemzug zu Atemzug. Zuhören, schauen, fühlen, tun. Warum vorgeben, mehr zu wissen als andere?  Warum in einer Rolle agieren, die zu Projektionen einlädt und mich belastet? Warum versuchen, andere zu überzeugen und zu verändern? Treffen wir einander neu und ohne Erwartungen, und gehen wir miteinander auf unbekannten Wegen mit dem Geheimnis jeden Augenblicks!

Hintergrund: Während meines Trainings als Arzt, als Therapeut und später als Körper- und Atemtherapeut ging es mir darum, etwas zu finden, das mich in direkten Kontakt mit dem Leben bringt. Zunehmend berührt von der Entfremdung und Unsensibilität in unserer Gesellschaft, habe ich nach natürlichen Wegen gesucht, uns wieder mit dem Wesenskern und mit der inneren Schönheit des Lebens zu verbinden. Mir wurde das Privileg geschenkt, an einem abgelegenen Naturort in der Toskana zu leben und über viele Jahre regelmäßig gemeinsam mit anderen Menschen zu schweigen. Diese Zeiten der Stille haben mich in vieler Hinsicht bereichert und inspiriert, und ich bin dankbar dafür. Sie ermöglichen mir, unseren menschlichen Geist in seiner Kreativität, seiner Verwirrung und seinem Potential zu beobachten und immer wieder zu erleben, wie sich alle Probleme auflösen, wenn das Gehirn direkt von der Präsenz des Augenblicks berührt wird und hinein genommen wird in den Fluß des Lebendigen. Auf meinem Weg wurde ich von den Lehren von J. Krishnamurti und Sri Nisargadatta inspiriert. Mein wesentliches Anliegen ist es, gemeinsam mit anderen dem Unmittelbaren zu lauschen.