Batya Schwartz

Batya Schwartz

Da ich in vier unterschiedlichen Ländern und drei Kontinenten gelebt habe, begann ich nach einem zu Hause zu suchen, das sich jenseits aller trennenden Identifikationen und Definitionen befindet. Für mich liegt dieses zu Hause im Atem, in der Stille, in der Musik und dem Tanz, in meiner Stimme, wenn sie mit den Saiten der Tanpura tönt, in meinen Händen, wenn sie eine Schale aus Ton formen.

Kreative Prozesse in Verbindung mit Stille wurden so zu einer inspirierenden Kraft in meiner persönlichen und beruflichen Entwicklung. Über viele Jahre habe ich ihre Beziehung erforscht und dabei gelernt, daß kreatives Gestalten und lauschendes Spüren ein und dasselbe sind. Auf dem Pfad des Horchens war die Tanpura mein größter Lehrer, auf dem Pfad der Kontemplation waren die Tonschalen eine Inspiration. Auf dem Pfad der Liebe nähren mich die Blumenbeete und die wilde Natur der Umgebung und auf dem Pfad des Geistes sind der Atem und die Stille die Heiler.

Seit mir die Möglichkeit gegeben wurde, in POCI zu leben und zu arbeiten, bemühe ich mich darum, die Schönheit dieses Platzes zu erhalten, ihn mit anderen zu teilen und gemeinsam von seiner Weisheit zu lernen. So wurde POCI  selbst für mich der beständigste und kompromißloseste Lehrer auf meinem Weg der Selbsterkenntnis. Es  ist für mich wie ein alles spiegelnder See.